Das Stärkste an der neuen „La Traviata“, die die Staatsoper am Sonnabend im Schiller-Theater vorstellte, ist die Stille. Vom ersten Bild an hat Dieter Dorn seine Inszenierung unter die Idee der vergehenden Zeit gestellt: Von Anfang bis Ende rieselt Sand aus einem Sack herunter, die schwindsüchtige Kurtisane Violetta steht oft vor dem Spiegel, der die Bühne beherrscht und hinter der ihr oft ein Totenschädel entgegenstarrt. Er wird gebildet durch eine körperliche Figuration von acht Bewegungskünstlern in hautengen Kostümen, die sich in stumme Personifikationen des Todes auflösen und so regungslos wie drohend zuweilen im Raum stehen.

Momente der Stille

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