Berlin - Da lacht das Spielbudengesicht über die ganze Bühnenbreite des BE – lustig, natürlich, und eiskalt. Genau besehen bezeugt nur die dicht bestückte Oberzahnreihe das Lachmaul, dessen bleckende Beißer eigentlich für zwei Münder reichen. So halbseitig aber kann sich unter ihnen ein gleißend rauchiger Höllenschlund auftun, in den die fröhliche „Felix Krull“-Gesellschaft am Ende dieses zirzensischen kleinen Premierenabends unbeschadet einzieht.

Es ist eine bestürzend munter vor sich hin brabbelnde Sippe, in die der Autor und Regisseur Alexander Eisenach seine Saisoneröffnung der altehrwürdigen Bühne am Schiffbauerdamm zusammenzieht. Und im Grunde verkörpert ihr unbeschwertes Kirmes-Kabarett in seiner alles um-, aber nichts wirklich angreifenden Fischigkeit nicht nur das, was Thomas Mann vor gut hundert Jahren in seinem „Vorzugskind des Himmels“, dem Hochstapler Felix Krull, als Künstlerparodie seiner Selbst konzipierte.

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