Berlin - Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat Aufklärung im Fall Bernd Lammel gefordert. Im Umfeld des Berliner Fotografen und früheren Vorsitzenden des Berliner DJV wurden massenhaft und offenbar anlasslos persönliche Daten über die Stasi-Unterlagenbehörde abgefragt. Insgesamt wurden laut internen Prüfbericht 164 Personen überprüft, viele von ihnen sind Journalisten. Die Berliner Zeitung hatte am Wochenende in der Ausgabe vom 24./25. April darüber berichtet.

In einem Schreiben vom 24. April an die Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und den Behördenleiter Roland Jahn, das der Berliner Zeitung vorliegt, fordert der DJV-Vorsitzende Frank Überall die „Aufklärung der Vorgänge, die zumindest den Anschein erwecken, dass Medienschaffende und Gewerkschafter systematisch und ohne gesetzliche Grundlage ausgeforscht wurden. Es sei weder nachgewiesen noch vorstellbar, dass die 164 Betroffenen Mitarbeiter oder Informanten der DDR-Staatssicherheit gewesen seien.

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