Bertrand Bonello bei der Eröffnung des 26 Film Festival Cologne im Jahr 2016 mit dem Film „Nocturama“ im Cinenova.
Foto: imago stock&people

Ein nicht mehr ganz junger Mann recherchiert für seinen neuen Film. Er überredet den Geschäftsführer eines Beerdigungsinstituts, eine Nacht im Beratungsraum zwischen Grabsteinen und Urnen verbringen zu dürfen. In jener Nacht kann er der Versuchung nicht widerstehen, in einen Sarg zu klettern. Der Deckel schlägt zu, der Regisseur wird erst am nächsten Morgen von der Putzfrau befreit.

Ist alles, was wir daraufhin zu sehen bekommen, nur die Halluzination eines Scheintoten? Oder reisen wir mit ihm bereits durch das Totenreich? Es gibt hier ein Château, dessen Gäste merkwürdigen Ritualen nachgehen. Der Held (Mathieu Amalric) fühlt sich davon magisch angezogen, durchschaut aber die Struktur nicht. Mal geht es um die Ureinwohner Nordamerikas, mal um Sex, dann wieder werden scheinbar zweckfreie Übungen im Außengelände exerziert. Der Titel des Films „De la Guerre“ („Vom Kriege“) zitiert den Titel des berühmten, aber kaum mehr gelesenen Buches von Carl von Clausewitz (1780-1831) - was auch nicht wirklich Aufschluss darüber liefert, worum es geht.

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