Am vergangenen Dienstag wurde das Urteil veröffentlicht, in dem die Kleine Strafkammer am Landgericht in Köln die rituelle Beschneidung eines islamischen Knaben als eine strafbare Körperverletzung wertet und den beschneidenden Arzt für schuldig erklärt, ihm aber „verbotsirrtümliches“ Handeln zugebilligt.

Mit diesem Urteil (es wurde bereits am 7. Mai gesprochen) ist die rituelle Beschneidung von Knaben, die wesentlicher Teil der Identität von Juden und Muslimen ist, bei unveränderter Gesetzeslage in Deutschland künftig verboten. Verbandsvertreter von Juden und Muslimen sehen darin schon jetzt einen Ausdruck dessen, dass jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland allen Toleranzbeteuerungen zum Trotz nicht erwünscht ist.

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