BerlinAls der Schriftsteller Wolf Wondratschek und der Fotograf Jim Rakete vor knapp zwei Jahren zu einer Plattenvorstellung im kleinen Radioeins-Studio im Babylon-Kino in Berlin-Mitte zusammentrafen, schweiften sie während der musikalischen Pausen der Livesendung bald in intensive Erinnerungen ab. Dabei hätten sie allen Grund zu vorsichtiger Reserviertheit gehabt. Wolf Wondratschek jedenfalls hatte Rakete 40 Jahre zuvor kühl abblitzen lassen. Der Anlass des Treffens mit Radiobegleitung aber war die späte Verwirklichung eines Ende der 70er-Jahre nicht zustande gekommenen Pop-Projektes der besonderen Art. 

Jim Rakete war bereits ein anerkannter Fotograf, als er Wondratschek in New York am Telefon erwischte, um ihn um die Rechte zur Vertonung von Gedichten zu bitten, die die von Rakete gemanagte Berliner Bluesband Interzone bereits auf Demobänder aufgenommen hatte. Deren Sänger Heiner Pudelko war ein großer Wondratschek-Fan und hatte sich in den Kopf gesetzt, einige Gedichte aus dem Lyrik-Band „Chucks Zimmer“ auf Platte herauszubringen.

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