Es ist ihr zweiter Anlauf an die Spitze der Bild am Sonntag, doch 2008, als es um die Nachfolge von Claus Strunz ging, fiel sie mit ihren selbstbewussten Äußerungen zunächst in Ungnade. Das änderte sich wieder an der Seite von Bild-Chef Kai Diekmann. Spätestens, als sie im Duett mit Alfred Draxler während Diekmanns Aufenthalt im Silicon Valley die Bild-Zeitung verantwortete, war klar: Horn nach Diekmanns Rückkehr auf die Stellvertreter-Position zurückzurufen, wäre unfair, zumal sie sich aus Springer-Sicht bei der Entwicklung des Digital-Angebots Bild plus gemeinsam mit Bild.de-Chef Manfred Hart ihre Meriten verdient hat.

Bei Springer zählt inzwischen nur noch Digitales. Dem bisherigen BamS-Chefredakteur Walter Mayer ist diese Welt fremd. Der 54-jährige Österreicher ist ein Geschichtenerzähler, ein Blattmacher, der im Grunde seines Herzens froh war, wenn ihm Diekmann, zugleich Herausgeber von Bild am Sonntag, nicht ins Werk funkte. Horn genießt Diekmanns volles Vertrauen. Bei ihr kann er sich darauf verlassen, dass sie den Mund aufmacht, wenn ihr etwas nicht passt. Unterschwelliges Intrigieren ist ihre Sache nicht.

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