Seit das Eingangstor des alten Mietshauses endlich verschließbar ist, öffnet der Mann, der einst „Florida-Rolf“ genannt wurde, wieder die Wohnungstür, wenn es klingelt. Es kann ja nur ein Nachbar sein, der um eine kleine Gefälligkeit bittet. Und Rolf J. ist dankbar für ein wenig Geselligkeit. Längst sind der kleine Plausch an der Wohnungstür, das zufällige Treffen auf dem Hof, der flüchtige Gruß im Treppenhaus seine einzigen Kontakte. Ansonsten führt Herr J. das Leben vieler Rentner in einer deutschen Großstadt. Es ist ein einsames Leben, einsamer vielleicht als erwünscht. Dabei gab es eine Zeit, da sah Rolf J. keinen anderen Ausweg als den des Rückzugs. Da wollte er möglichst keine Spuren hinterlassen, nicht mehr erkannt werden, einfach untertauchen.

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