In Bairims Augen ist „die Nacht zu Hause“. Er ist schon ein erfahrener Engel. Er „lebte in dem Tal, in dem das Licht schäumend wie Wasser aus den Nachtbergen drang“. Cornelia Funke, die zuletzt ihrer Reihe über die tollkühnen Brüder „Reckless“ einen Band hinzugefügt hat („Auf silberner Fährte“), erzählt diesmal wieder für Bilderbuchkinder und sehr junge Leser. Sie widmet sich einem Thema, bei dem wortgewandte Menschen ins Stocken kommen.

Die Widmung in ihrem neuesten Werk lautet: „Für alle Kinder, die dem Tod sehr früh begegnen, und für die Eltern an ihrer Seite“. Cornelia Funke begibt sich mit dem jungen Barnabel in eine Fantasiewelt, die ein bisschen von ihrem „Drachenreiter“ inspiriert scheint. Barnabel, mit 3023 Jahren für einen Engel noch unverschämt jung, würde so gern die Sternenbrücke überqueren. Er muss aber erst einmal erfahren, über welchen Abgrund sie führt. Ein weiser Drache erklärt ihm, dass die Menschen mit schweren Herzen vor der Brücke anlangten, hinüberführen könne sie nur, wer sie von diesem Gewicht befreien könne. Von „Dunklen Dingen“ hört Barnabel, er kann sie sich nicht vorstellen, und dann fallen doch noch klare Worte: „Schmerz. Einsamkeit. Zorn. Und immer wieder Angst.“

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