Berlin - Woher kommt so einer, der sich bereits mit 31 Jahren zurückzieht in die Hügel Hollywoods, allein in ein teures Haus mit Designersofas, auf denen man kaum sitzen kann und Kronleuchtern aus Muranoglas? Bill Kaulitz, der Frontmann der Pop-Band Tokio Hotel, erzählt davon in seiner Autobiographie, die am Montag (1. Februar) auf den Markt kommt. Erzählt, wie er die rund 10.000 Kilometer geschafft hat von Loitsche bei Magdeburg bis in die Promi-Enklave bei Los Angeles. Erzählt, wie er aufgewachsen ist in armen Verhältnissen, mit dem Zwillingsbruder Tom und seiner Mutter, in Kindergärten und Schulen, die er gehasst hat, die er beschreibt wie Gefängnisse der übelsten Sorte.

Denn man hat es ihm, der von klein auf anders aussah als die anderen, nicht leicht gemacht in dieser Umgebung. Toleranz konnte hier, in der Provinz der Nachwendezeit, noch niemand so richtig buchstabieren. Dabei wollte der kleine Bill doch nur er selbst sein, mit gefärbten Haaren, Kajal um die Augen und einer Kleidung, die es in keinem kik-Laden zu kaufen gab. Ja, er wollte auffallen, hatte bereits mit neun den Ehrgeiz entwickelt, einmal ein Popstar zu werden, so wie sein Idol Nena. Dass das klappen könnte, erfuhr er bereits mit 13, als er mit Bruder Tom und den Kumpels Gustav und Georg eine Band gründete und in Loitsche und Umgebung die ersten Fans sammelte.

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