US-Sängerin Billie Eilish.
Foto: Imago Images

Billie Eilish (18) singt in ihrem neuen Lied „My Future“ davon, dass sie in ihre Zukunft verliebt ist und dass sie es nicht abwarten könne, sie kennenzulernen. Wer eindeutig kein Teil ihrer Zukunft sein soll, ist der amtierende US-Präsident Donald Trump. Daran ließ die Sängerin und Grammy-Preisträgerin beim Parteitag der Demokraten in Milwaukee (Wisconsin) keinen Zweifel aufkommen.

Sie rief nicht nur zur Abwahl Trumps im November auf, sondern sagte am Mittwochabend (Ortszeit) bei ihrem Videoauftritt im Rahmen des weitgehend virtuell ausgerichteten Parteitags auch: „Donald Trump zerstört unser Land und alles, was uns wichtig ist. Wir brauchen Anführer, die Probleme wie den Klimawandel und Covid lösen und sie nicht leugnen. Anführer, die systemischen Rassismus und Ungleichheit bekämpfen.“

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Eilish, die allein bei Instagram 66 Millionen Abonnenten hat, fügte eine klare Wahlempfehlung hinzu: „Das beginnt damit, gegen Donald Trump und für Joe Biden zu stimmen. Schweigen ist keine Option, und wir können das nicht aussitzen.“ Ex-Vizepräsident Biden (77) wurde am Dienstag vom Parteitag als Kandidat nominiert. Er tritt bei der Präsidentschaftswahl im November gegen Trump (74) an.

Schon im Präsidentschaftswahlkampf 2016 hatten sich zahlreiche Prominente gegen Trump positioniert. Stars wie Beyoncé, Jay Z, Meryl Streep, George Clooney und Salma Hayek unterstützten damals die demokratische Kandidatin Hillary Clinton. Dann kam der überraschende Wahlsieg von Trump. Auch dieser konnte damals auf bekannte, wenn auch nicht immer vergleichbar starke Namen setzen: Aaron Carter, Stephen Baldwin und Dennis Rodman gehörten zu den Prominenten, die sich für den aktuellen Amtsinhaber starkmachten.

Britney Spears (38) wurde nach einer senkrecht nach oben startenden Popkarriere und dem damit verbundenen Status als bestbezahlte Sängerin der Welt genauso senkrecht wieder nach unten gezogen. Ab Mitte der 2000er-Jahre häuften sich berufliche und private Rückschläge. Wegen psychischer Probleme wurde die Mutter zweier Söhne 2008 vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen.

Vater und Tochter im Clinch: James und Britney Spears. 
Foto: AP

Damals übernahm ihr Vater die Vormundschaft für seine Tochter und regelte damit für sie alle juristischen und finanziellen Angelegenheiten. Vor knapp einem Jahr wurde diese Aufgabe einer professionellen Betreuerin übertragen, weil der 68-jährige James Parnell Spears schwere gesundheitliche Probleme hatte. Nun aber soll die Vormundschaft am 22. August wieder an den Vater zurückgehen – gegen den Willen seiner Tochter.

Die 38-Jährige akzeptiert ihren Vater nicht länger als rechtlichen Vormund und reichte über ihren Anwalt bei einem Gericht in Los Angeles einen Antrag ein, um Jamie Spears dauerhaft die rechtliche Betreuung zu entziehen. „Wir befinden uns jetzt an einem Punkt, wo die Betreuung umfassend geändert werden muss, um die großen Veränderungen in ihrem Lebenswandel und ihren Wünschen widerzuspiegeln“, heißt es darin. Spears möchte, dass die vorübergehende Betreuerin Jodi Montgomery dauerhaft installiert wird. Um die finanziellen Angelegenheiten soll sich ein professioneller Treuhänder kümmern. Spears’ Anwalt Samuel Ingham erklärte, er erwarte, dass sich der Vater seiner Mandantin dem „aggressiv“ entgegenstellen werde.

Leonardo DiCaprio (45) ist nicht nur Oscarpreisträger, sondern auch engagierter Umweltschützer. Schon im Alter von 24 Jahren gründete er eine eigene Stiftung, mit der er sich für den Umweltschutz und gegen die Erderwärmung einsetzt. Auch für den Erhalt des Regenwaldes im Amazonasgebiet machte sich der Schauspieler immer wieder stark und kritisierte die Umweltpolitik des rechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. Zuletzt warf er dem Staatschef in den sozialen Netzwerken vor, die jüngste Welle der Brandrodungen in der Region herunterzuspielen.

Jetzt hat der brasilianische Vizepräsident Hamilton Mourão reagiert und den US-Schauspieler zu einem gemeinsamen Besuch im Amazonasgebiet eingeladen. „Wir könnten einen achtstündigen Marsch durch den Regenwald unternehmen. Er würde dann besser verstehen, wie die Dinge in diesem riesigen Gebiet funktionieren“, sagte Mourão am Mittwoch bei einer Konferenz des Nationalen Industrieverbandes.

Dass es zu diesem Treffen kommt, darf bezweifelt werden. Schließlich hatte Bolsonaro im vergangenen Jahr schwere Vorwürfe gegen den Schauspieler erhoben. DiCaprio habe Umweltschutzgruppen finanziell unterstützt, die Feuer im Amazonas-Regenwald gelegt hätten, behauptetet der Präsident damals – ohne Beweise für diese Behauptung vorzulegen. Vor rund einem Monat hat die brasilianische Regierung das Abbrennen von Flächen zur Schaffung von Weiden und Äckern im Amazonasgebiet für 120 Tage untersagt. Allerdings gehen die Feuer fast unvermindert weiter.