Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass sich die heutigen Popstars nicht mehr richtig einordnen lassen? Die 18-jährige amerikanische Sängerin Billie Eilish trägt nicht wie ihre Vorgängerinnen kurze Kleidchen und eine blonde Mähne, sondern hüllt sich in 90er-XXL-Rap-Kluft, färbt sich die Haare schwarz-grün und orientiert sich musikalisch irgendwo zwischen Pop, Soul, Electro und Rap.

Der 23-jährige britische Musiker Yungblud packt sich gern in schwarze Netzkleider, bunte Strümpfe oder Tennisoutfits; sein Sound erklärt simultan Grungelegende Kurt Cobain wie Popdiva Lady Gaga zum Vorbild. Die Generation Z, zu der neben Yungblud und Eilish auch die 23-jährige US-Rapperin Rico Nasty oder die 20-jährige neuseeländische Musikerin Benee gehören, stehen damit für eine Zeit, die sich freimacht vom Stigma der Zugehörigkeit. „Schubladen sind für Socken, nicht für Menschen“, sagte Yungblud im Gespräch mit unserer Zeitung exemplarisch dazu. Doch ganz neu ist diese libertäre Herangehensweise nicht. Zumindest, wenn man außerhalb des Pop-Kanons sucht.

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