Berlin - Etwas in meinem Augenwinkel stimmt nicht an diesem ansonsten vertrauten Bild der Straße vor dem Supermarkt. Und auch als ich hinsehe, dauert es ein bisschen, bis ich verstehe, dass es real ist: Auf der anderen Straßenseite liegt eine ältere Frau neben ihrem umgekippten Rollator. Eine jüngere Frau steht daneben, hantiert mit dem Telefon und ruft viel zu leise „Hilfe!“, ein vorbeihuschender Radler ruft ihr zu: „112. Ich muss weiter.“ 

Ich will über die Fahrbahn gehen, sehe einen Streifenwagen und halte ihn an. Die Räder quietschen tatsächlich, die Tür springt auf und heraus kommt ein Polizist, der sich mutig und recht ahnungslos in die Situation begibt. Ich betrachte die liegende Frau, das heißt, ich nehme erst einmal wahr, dass sie recht günstig auf der Seite liegt. Sie zittert leicht, hält sich den Ellbogen und reagiert nicht auf Ansprache. Ich streichle ihre Schulter und sage ihr, dass alles gut wird, während die jüngere Frau dem Polizisten ihre Kontaktdaten gibt und entschwindet. Der Rettungswagen soll gleich da sein.

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