Berlin - Nachdem seine Sketchpartnerin Evelyn Hamann 2007 im Alter von nur 65 Jahren gestorben war, rief ihr der 19 Jahre ältere Vicco von Bülow in einer Talkshow noch etwas hinterher: „Liebe Evelyn, dein Timing war immer perfekt, nur heute hast du die Reihenfolge nicht eingehalten. Na warte …“ Typisch Loriot: Wenn ein Sprachkünstler wie er Abschied nimmt, dann sitzen die Worte. Seinen wehmütigen letzten Scherz dekorierte er mit einem feinen Lächeln. Vier Jahre später, am 22. August 2011, starb auch er, der größte deutsche Humorist, geboren in Brandenburg an der Havel, aufgewachsen in Berlin. Heute, zehn Jahre nach seinem Tod, hat sich längst bestätigt, was man vorher schon ahnte: Loriot hat eine Lücke hinterlassen, die niemand schließen wird. An dieser Stelle erinnern fünf Redakteure der Berliner Zeitung an Vicco von Bülow, der einmal sagte: „Der Tod, auch der eigene, ist für mich eine ernste Sache.“ (avo.)

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