Ryan Reynolds, 44, und Blake Lively, 33, sind seit 2011 ein Paar. Die beiden lernten sich bei den Dreharbeiten zum Superheldenfilm „Green Lantern“ kennen, heirateten im Jahr darauf und sind mittlerweile Eltern von drei Töchtern. So weit die harten Fakten. In Berichten über ihre Beziehung ist gern vom „Traumpaar“ die Rede, von einer „skandalfreien“ Ehe oder vom berühmten „Power Couple“. 

Dabei gibt es, wie bei eigentlich allen Hollywood-Promi-Paaren, auch in ihrem Fall die obligatorischen Schlagzeilen über „Fremdgeh-Skandale“ oder „Scheidungsgerüchte“. Doch Lively und Reynolds lächeln sie einfach weg. Dabei schaffen sie den Spagat zwischen glamourösen Auftritten auf roten Teppichen, die die bilderaffine Hollywood-Maschinerie am Laufen halten, und einer gewissen Bodenständigkeit.

Foto: Imago
2016 mit ihren Töchtern auf dem Walk of Fame in Los Angeles.

Das mag auch in ihrer Herkunft und Sozialisation begründet sein: Der gebürtige Kanadier Reynolds, 2010 zum „Sexiest Man Alive“ gekürt, wuchs als jüngster von vier Brüdern in einem Elternhaus auf, das er selbst als streng beschreibt. Sein Vater arbeitete bei der kanadischen Polizei, die Mutter als Verkäuferin im Einzelhandel. Der Sohn wurde auf eine katholische Schule geschickt. Lively hingegen kennt das Schauspielbusiness von klein an – was auch ein Vorteil sein kann. Sowohl ihre Eltern als auch ihre Geschwister sind oder waren in der Filmbranche tätig.

Mittlerweile haben beide selbst eine gut geölte Karriere, beste Voraussetzungen also für eine Beziehung auf Augenhöhe. Während sie durch die Serie „Gossip Girl“ weltweit bekannt wurde und darüber hinaus als Model (Chanel, L’Oréal) Erfolge feierte, belegte Reynolds laut Forbes im Zeitraum Juni 2019 bis Juni 2020 immerhin den zweiten Platz in der Kategorie „bestbezahlter männlicher Schauspieler“. 

Zum Valentinstag ein wenig Selbstironie

Wie viele ihrer berühmten Kollegen betreiben auch Lively und Reynolds die Disziplin der öffentlichen Promi-Pärchen-Inszenierung auf Instagram, heben sich dabei aber wohltuend von der Masse ab. Während andere Stars zuletzt im alljährlichen Valentinstags-Liebesbekundungsrausch schnell in die rosen- und herzchenbefrachtete Kitschecke abdrifteten, postete Lively (28 Millionen Abonnenten) ein Video mit dem Hinweis, diesmal habe sie ihren Friseur gef***t – Reynolds färbt ihr darin mit einem zwischen Anstrengung und Amüsement changierenden Gesichtsausdruck die Haare. Er selbst präsentierte seinen 36 Millionen Followern ein Video seiner langsam einen Berg hinabrodelnden Gattin, zu dem er schrieb: „My forever valentine for the foreseeable future“. Kann es denn eine schönere Liebeserklärung geben? Nun, zumindest kaum eine ehrlichere.

Dieser Humor ist einer der Gründe, warum man Blake Lively und Ryan Reynolds ohne Übertreibung nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den coolsten Paaren Hollywoods zählen muss. Ihre Posts stechen aus einer perfekt in Szene gesetzten Insta-Promiwelt heraus, die von langweiliger Makellosigkeit geprägt ist. Reynolds und Lively gelingt das Kunststück, sich in den sozialen Medien nicht allzu ernst zu nehmen.

Zu Reynolds’ Valentins-Post schrieb ein Nutzer, „zumindest hast du sie diesmal nicht aus dem Bild herausgeschnitten“, und spielte damit auf einen inzwischen schon fast legendären Witz an, den sich der Schauspieler anlässlich des 30. Geburtstags seiner Frau erlaubt hatte. Der „Deadpool“-Star teilte damals per Social Media eine zuckersüße Botschaft: „Herzlichen Glückwunsch an meine wunderbare Frau“, hatte aber auf dem beigefügten Foto seine Angetraute einfach rausgeschnitten – während er selbst gut in Szene gesetzt war. Sie konterte ein paar Monate später mit einem Foto zum Geburtstag ihres Mannes, mit den Worten: „Herzlichen Glückwunsch, Baby“. Auf dem dazugehörigen Foto wiederum war Reynolds rausgeschnitten, stattdessen stand sein Schauspielkollege Ryan Gosling im Zentrum des Bildes. 

Diese kleinen Scharmützel und Neckereien kommen in der Online-Community gut an. Aber auch das karitative Engagement des Paares findet regelmäßig Würdigung, schließlich belassen es die beiden nicht bei wohlfeilen Worten und zeigen, dass sie im richtigen Moment auch den Ernst der Lage erfassen.  

So haben Lively und Reynolds gerade zum zweiten Mal während der Corona-Pandemie eine Million Dollar an Lebensmitteltafeln gespendet. Die US-Organisation Feeding America bedankte sich via Twitter: „Ihr seid unser Dreamteam im Kampf gegen den Hunger. Eure zweite 500.000-Dollar-Spende wird einen großen Unterschied für Menschen im ganzen Land machen“, schrieb das Netzwerk, das mit seinen Tafeln, Suppenküchen und Notunterkünften mehr als 46 Millionen Bedürftige erreicht. Weitere 500.000 US-Dollar spendete das Paar an die kanadische Lebensmittelbank Food Bank Canada.

„Wir wissen, dass die Kämpfe, mit denen so viele unserer Nachbarn im letzten Jahr konfrontiert waren, nicht vorbei sind“, hieß es in einem Statement der Schauspieler. Deswegen seien sie dankbar, die Möglichkeit zu haben, die Tafeln in den USA und Kanada zu unterstützen. Bereits im März zu Beginn der Corona-Pandemie hatten Lively und Reynolds eine Million US-Dollar an Lebensmittelbanken gespendet.