Smudo, 52, engagiert sich gemeinsam mit seinen Bandkollegen von den Fantastischen Vier schon lange im Kampf gegen Rechtsextremismus. In Hamburg unterstützt der Rapper seit Jahren den Verein „Laut gegen Nazis“, der sich gegen rechtsextremistisches Gedankengut engagiert und entsprechende Initiativen fördert. Für ihn sei es erste Bürgerpflicht, antifaschistisch zu sein, sagte der Vater von drei Töchtern erst kürzlich.

Allerdings sieht sich Smudo, der mit bürgerlichem Namen Michael Bernd Schmidt heißt, nicht in der Pflicht, mit rechten Trollen auf Facebook, Twitter und Co. zu diskutieren. Zu Beginn habe er sich in den sozialen Medien noch die Mühe gemacht, einzelne Nutzer herauszusuchen und mit ihnen zu debattieren, sagte der Musiker der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Inzwischen gehe er anders vor: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Verbohrtheit der meisten Online-Extremisten nicht beizukommen ist. Da kann man nicht kommunizieren.“

Der Musiker ist überzeugt, dass Blockieren der einzige Weg gegen rechte Trolle im Netz ist. „Es gibt nichts, was man dagegen machen kann, außer es auf der Stelle zu löschen. Denn sonst vermischen sich die Filterblasen und ich will auf keinen Fall, dass die Meldung vom Superspreader aus der rechten Szene die Runde macht“, sagte der 52-Jährige. „Ich habe das nun ein paar Mal erlebt, zwei bis drei Tage ist das wirklich harte Arbeit, die ganze Zeit zu blocken, und dann ist tatsächlich der Sumpf trockengelegt und das muss man machen.“

Harry Styles, 26, trägt ja den Stil schon im Namen. Kaum ein junger Musiker sorgt sich derart perfekt und erfolgreich um seinen Look wie der britische Sänger, der einst mit der Band One Direction bekannt wurde und inzwischen auch solo unterwegs ist. Flamboyante Anzüge, aktuelle Laufsteglooks, feminine Outfits – der Brite hat ein Gespür für Trends und schert sich nicht um Tabus oder Regeln. Bei den diesjährigen Brit Awards etwa zog sich der Musiker dreimal um, kombinierte den braunen Gucci-Anzug zur Perlenkette und den leuchtend gelben Dreiteiler von Marc Jacobs zur violetten Schleife. 

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In transparenter Gucci-Bluse: Harry Styles 2019 bei der Met Gala in New York.

Jetzt erhält der Trendsetter quasi die höchsten Fashion-Weihen: Er wird als erster Mann alleine auf dem Titel der US-„Vogue“ zu sehen sein. Ein Bild von Styles werde die Dezember-Ausgabe der Modezeitschrift zieren, teilten die Herausgeber in New York mit. Der Musiker und Schauspieler bläst auf dem Foto einen Luftballon auf – und trägt ein grau-weißes Spitzenkleid.

Zwar gab es durchaus schon Männer auf dem Cover der Modezeitschrift. Bond-Darsteller Daniel Craig zierte 2008 als erster Mann den Titel der deutschen „Vogue“, in der amerikanischen Ausgabe schafften es auch immer mal wieder Paare auf die Titelseite, wie Kanye West und Kim Kardashian oder George Clooney und Gisele Bündchen. Aber einen Mann allein – das gab’s auf dem Titel der sich hauptsächlich an Frauen richtenden US-Modezeitschrift noch nicht.