Im alten Berliner Brauerei-Heizhaus am Prenzlauer Berg  fließt der thailändische Chao Phraya über die Bildflächen. Diese erheben sich, befestigt an strengweißen Stellwänden, entworfen vom Büro des Architekten David Chipperfield, exakt 19 Zentimeter über dem ausgetretenen Steinfußboden: drei ausladende Foto-"Gemälde" fast wie Skulpturen auf Sockeln.

Träge schiebt der tropische Fluss sein bleiig-ölverschmutztes, rätselhaft bunt changierendes Wasser Richtung der schweren maßgeschneiderten Bilderrahmen. Die hässlich-schön schimmernden Schlieren und Wellen kräuseln sich zu Inselchen, formen rätselhafte Kontinente. Gespenstisch weiß tanzt auf dem schiefertafelartigen Wasser des einen Fluss-Bildes spindelartig eine Lichtsäule mit gelblichem Schattenspiel. Und im anderen Großfoto strudeln auf einer gleißend hellen, überbelichteten Bildfläche bizarre Gebilde einem unbekannten Ziel entgegen, abstrakt auf den ersten Blick, beim näheren Hinsehen dann als realer Müll auszumachen:

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