Berlin - Mit dem Faulkner-Satz „Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen.“ eröffnet Christa Wolf ihren Roman „Kindheitsmuster“. Er kommt einem bei ihrem jetzt publizierten Briefwechsel mit Sarah Kirsch in den Sinn. Sarah Kirsch (1935–2013) und Christa Wolf (1929–2011) sind Schriftstellerinnen, doch von so unterschiedlichem literarischen Temperament, dass hier kein Werkstattgespräch über drei Jahrzehnte zu besichtigen ist. Die Dichterin Sarah Kirsch bringt Natur und Seele in einen speziellen Rhythmus, Christa Wolf sucht in der Prosa Gedankenströme und Erkenntnisse zu verknüpfen. Tauschen sich die beiden Frauen zunächst über den von kulturpolitischen Interventionen gestörten Arbeitsalltag aus, nimmt bald Familiäres größeren Raum ein, schließlich Notizen zum Landleben als Rückzugsmöglichkeit.

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