Soldaten halten eine Gruppe Zivilisten, vor allem Kinder, Frauen und Alte, in einem riesigen Käfig gefangen. Die Täter haben sich ein besonders barbarisches Verbrechen ausgedacht: Sie verweigern den Gefangenen jegliche Nahrung, damit diese langsam ihre Kräfte, ihren Willen, ihren Verstand verlieren und schließlich völlig ausgezehrt sterben. Die Mörder sind stolz auf ihren effizienten Plan und darauf, dass sie sich noch nicht einmal die Finger schmutzig machen.

Bestialisch? Anfang September 1941 schloss die Wehrmacht den Belagerungsring um Leningrad. Was damit begann, ist eines der grausamsten Kriegsverbrechen, die Blockade von Leningrad. Wobei das Wort „Blockade“ ein Euphemismus für Aushungerung und Mord ist: Zwischen 700 000 und einer Millionen Einwohner der Stadt (die genauen Zahlen sind umstritten) starben bei dieser unvorstellbaren Schandtat, die fast zweieinhalb Jahre andauerte.

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