Ich weiß nicht, mit wem ich darüber reden kann. Ich muss reden“, sagt Tamara, nachdem ihrer Schwester der fünf Monate alte Embryo aus dem Bauch geschnitten wurde und davongetragen, blau, in einer Plastiktüte verpackt. Als erstes fällt ihr die Mutter ein. Sogleich verwirft sie den Gedanken. Von der käme ohnehin nur einer ihrer „Abfertigungssätze“: „Ja, nu lass gut sein.“

Das Schweigen liegt schwer über Franziska Hausers Buch. Durch Sprechen den Schmerz lindern, klären, Geister vertreiben? Nicht üblich, nicht schicklich, nicht für die Frauen in der ersten Hälfte dieses an Geistern und Schmerzen so reichen Jahrhunderts. Nicht gelernt, nie erfahren von ihren Töchtern und Enkelinnen.

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