Man hat ihn den „Proust der Plattenbauten“ genannt. Seine monumentale Trilogie „Orbitor“, fast 2000 Seiten stark, ist das exzessivste Romanereignis seit Garcia Márquez’ „Hundert Jahre Einsamkeit“. Nun erhält er für das grenzensprengende Werk den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Und doch ist Mircea Cartarescu, der 1956 in Bukarest geboren wurde und ebendort lebt, in Wirklichkeit gar kein Autor.

Mit diesem Bekenntnis überrascht er uns im Interview, das wir zusammen mit Jan Cornelius führen, einem deutsch-rumänischen Schriftsteller und Übersetzer. Cartarescu und Cornelius sind befreundet und werfen sich in rumänischer, manchmal auch in französischer Sprache die Bälle zu, die ich zu fangen versuche. „Ich halte mich nicht für einen Autor“, erklärt Cartarescu, „sondern für einen Menschen, der, wie Baudelaire sagte, sein Herz entblößt.“

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