BerlinLinks thront Clara Schumann, rechts prangt eine Büste Georg Friedrich Hegels auf einem hohen Sockel. Wir sind in der Mendelssohn-Remise in Berlin-Mitte, wo vor 200 Jahren die ältesten Söhne des Philosophen Moses Mendelssohn das Bankhaus Mendelssohn etablierten. Zwischen antiken Stelen, Stühlen und Gemälden deutet ein schwarzes Plakat mit weißer Aufschrift auf den Gast: Haus für Poesie.

Dieser Dienstagabend ist historisch und zugleich hochmodern, gefeiert wird die Premiere eines Buchs der Dichterin Elke Erb im Suhrkamp-Verlag. Gefeiert wird sie für den Georg-Büchner-Preis, der ihr zugesprochen wurde. Der Chef des Hauses der Poesie benutzt dreimal das Wort: „endlich“. Gefeiert wird ihr Werk überhaupt. „Gutachten“ hieß Elke Erbs erstes Buch, einige Beispiele daraus sind in dem neuen Auswahlband enthalten. So auch „Anpassung“ von 1967: „Und gehen wir schon zu den Zwergen,/ folgt uns die Stiefmutter doch.“

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