Sewan Latchinian wählt große Worte. Von Kannibalismus in der Kunstszene ist da die Rede, von Menschenopfern, die er zu bringen nicht bereit ist. Eine klare Dramatik, die der aktuellen Situation, in der sich zahlreiche Kunstschaffende befinden, durchaus angemessen ist. Vielmehr könnte man sich wundern warum das bislang noch niemand in ähnlicher Vehemenz und Deutlichkeit geäußert hat.

Sewan Latchinian, derzeit noch Intendant am Theater in Senftenberg, wird dieses Amt im Herbst am Volkstheater Rostock übernehmen. Der Theatermacher war auch, bis Montag dieser Woche, stellvertretender Vorsitzender der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein. Aus dieser Arbeitgebervertretung der Theater ist er ausgetreten. Kritikunfähigkeit, nicht eingehaltene Absprachen und eine Politik, die eben nur noch für einen Teil der Mitglieder von Vorteil sei, nennt er als Grund.

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