Umgebaute Sitzreihen zur Einhaltung der Abstandsregeln im Berliner Ensemble.
Foto: Florian Gärtner/pototek.net

BerlinDie Bundesregierung  hat sich bei ihren Beratungen am späten Mittwochabend in ihrem Maßnahmenpaket „Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken“ auch auf ein Kulturpaket in Höhe von einer Milliarde Euro geeinigt.  Die Mittel sind zur Stärkung der Kulturinfrastruktur, für Nothilfen sowie krisenbedingte Mehrbedarfe von Kultureinrichtungen und kulturellen Projekten vorgesehen. 

Neben dieser direkten Förderung kommen dem Kultur- und Medienbereich aber auch weitere Maßnahmen zugute, wie der Kulturrat in einer Mitteilung von Donnerstagvormittag zusammenfasst. Dazu zählen unter anderem die Senkung des Mehrwertsteuersatzes für sechs Monate von 19 auf 16 Prozent beziehungsweise von (im Kulturbereich gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz beispielsweise für Bücher) 7 auf 5 Prozent.  Oder ein Programm für Überbrückungshilfen in Höhe von 25 Milliarden Euro, aus dem etwa Jugendeinrichtungen oder Unternehmen der Veranstaltungslogistik Mittel beantragen können. Außerdem soll es ein Programm zur Stabilisierung gemeinnütziger Einrichtungen geben und die Digitalisierung im ländlichen Raum stehe ebenfalls auf der Agenda. 

Am späteren Vormittag wird Kulturstaatsministerin Monika Grütters in einer Pressekonferenz über weitere Details des Erreichten informieren. Nachdem ein eigenes Kulturpaket von Bundesministern Mitte März erst abgelehnt wurde, sich aber herausgestellt hat, dass die allgemeinen Hilfsmaßnahmen insbesondere für soloselbständige Künstler und Kulturschaffende nicht geeignet waren, gab es in den letzten Wochen massive Forderungen, hier nachzubessern.