Erleben wir gerade ein kleines Neunziger-HipHop-Revival? Nach Nas, Public Enemy und Common meldet sich jetzt der US-Rapper Busta Rhymes mit einer Platte voller Boom-Bap-Beats und sozialkritischen Versen. Es mag die turbulente Zeit sein, in der wir uns befinden, in der niemand mehr weghören, wegsehen kann, in der nichts zu sein scheint, wie es einmal war. Das inspiriert einerseits natürlich. Anderseits weckt genau so eine Zeit die Sehnsucht nach etwas Verlässlichem, etwas Stabilem. 

Busta Rhymes bietet beides. „Extinction Level Event 2: The Wrath of God“, wie sein zehntes Album nach acht Jahren Stille heißt, bezieht sich auf die derzeitigen Unruhen, die die Polizeigewalt in Amerika und die Zumutungen der Politik eines Donald Trump bringen. Aber es ist auch genau die verlässlich dröhnende Art von Musik, mit der er in den Neunzigern und frühen Zweitausendern berühmt wurde. Schon mit dem Albumtitel knüpft der 48-jährige Musiker an sein 1998 erschienenes Werk „E.L.E. (Extinction Level Event): The Final World Front“ an. Doch Rhymes spielt auch insgesamt mit seinem musikalischen Erbe.

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