Berlin - Man braucht sie beim Telefonieren. Dann, wenn der Gesprächspartner etwa einen Namen nicht richtig versteht: A wie Anton, B wie Berta – die Buchstabiertafel also – kann helfen.

Die deutsche Fassung der Buchstabiertafel geht auf das Berliner Telefonbuch aus dem Jahr 1890 zurück. Damals wurde jedem Buchstaben eine Zahl zugeordnet, 1903 dann wurden die Zahlen durch Namen ersetzt. Man kann sie sich viel besser merken. In der Weimarer Republik gab es lediglich fünf Korrekturen: So wurde aus „P wie Paul“ 1926 etwa „P wie Paula“. Dann kamen die Nazis und tilgten hebräische Namen. Aus „D wie David“ wurde „D wie Dora“, aus „N wie Nathan“ wurde „N wie Nordpol“. Der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte hat das Deutsche Institut für Normung schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen.

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