Die Weltläufigkeit, die sich ihr Vorgänger Klaus-Dieter Lehmann erst erarbeiten musste, bringt Carola Lentz schon mit, wenn sie am Freitag ihr Amt als Präsidentin des Goethe-Instituts antritt. Die 66-Jährige ist Ethnologin – bis September 2019 war sie Professorin für Ethnologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie spricht vier Sprachen und hat immer wieder im Ausland gelebt, hat Feldforschung in Lateinamerika und Westafrika getrieben, hat in Harvard geforscht und in den Niederlanden, um nur ein paar Stationen zu nennen.

Als Ethnologin ist sie vertraut mit dem postkolonialen Diskurs. Die größte Stärke der Ethnologen besteht aber wohl darin, die Welt aus mehreren Perspektiven betrachten zu können, zu denen auch die hierzulande vernachlässigten außereuropäischen zählen. Und diese Multiperspektivität ist vielleicht die wichtigste Qualifikation, die Carola Lentz zu ihrem Ehrenamt befähigt, das sie an die Spitze einer Institution stellt, die neben den zwölf Instituten in Deutschland 157 Institute überall auf der Welt hat, in 98 Ländern, auch in Asien, auch in Afrika.

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