Cate Blanchett am Donnerstag in Venedig.
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Cate Blanchett (51) ist in diesem Jahr Jurypräsidentin des Filmfestivals in Venedig. Eine tolle Wahl, schließlich ist die gebürtige Australierin nicht nur eine der Besten, die Hollywood zu bieten hat, und überdies eine wahre Stilikone. Blanchett, die Königin Elizabeth, Bob Dylan und eine Elbin im „Herrn der Ringe“ war, ist außerdem klug, politisch engagiert und vielseitig. Es sei ein wichtiges Zeichen, nach sechs Monaten, in denen die Filmindustrie in ihrer schwersten Krise steckte, wieder aufzutauchen und Präsenz zu zeigen, sagte die Schauspielerin zu Beginn des Festivals – und eröffnete kurze Zeit später noch eine weitere interessante Debatte.

Bei einer Pressekonferenz wurde die Oscar-Preisträgerin auf die Entscheidung der Berlinale angesprochen, wonach Schauspieler nicht mehr getrennt nach Geschlechtern ausgezeichnet werden sollen (wir berichteten). In der vergangenen Woche hatte die Festivalleitung entschieden, künftig Silberne Bären für die beste schauspielerische Leistung zu vergeben, statt wie bisher die beste Darstellerin und den besten Darsteller auszuzeichnen. Blanchett sagte dazu laut CNN, sie gehöre „zu einer Generation, in der das Wort Schauspielerin (actress) immer auf eine abwertende Weise verwendet wurde“. Für sie sei das kein politisches Statement, aber sie habe sich „immer als Schauspieler (actor) bezeichnet“. 

Blanchett sagte weiter, dass gute Leistungen gute Leistungen seien, und dass es die eigentliche Schwierigkeit sei, die Arbeit anderer Künstler zu beurteilen. Zustimmung bekam sie von ihrer Kollegin Tilda Swinton, die ebenfalls präsidiale Erfahrungen gesammelt hat: Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin übernahm Swinton 2009 das Amt der Jury-Präsidentin.

Kirsten Dunst (38) und Jesse Plemons (32) haben in einem Gespräch mit der „New York Times“ Einblicke in ihre Beziehung gegeben. Das Schauspielerpaar hat eine besondere Verbindung, die für viel gegenseitiges Verständnis sorgen dürfte: Beide legten in der Filmbranche einen echten Frühstart hin. Dunst wurde als Zwölfjährige durch den Film „Interview mit einem Vampir“ bekannt, Plemons erhielt schon mit dreieinhalb Jahren seine erste Rolle in einem Coca-Cola-Werbespot. Schon in früher Kindheit war er als Statist in Filmen zu sehen. „Wir lachen beide darüber, dass wir zwei Kinderdarsteller waren“, sagte Dunst der Zeitung. „Und wir sind beide ganz okay geworden.“

Jesse Plemons und Kirsten Dunst sind seit 2016 ein Paar.
Foto: Javier Rojas/Prensa Internacional via ZUMA/dpa

Dunst und ihr Verlobter Plemons lernten sich beim Dreh zur zweiten Staffel der Serie „Fargo“ kennen, in der sie ein Ehepaar spielten. „Ich wusste, dass sie für eine lange Zeit in meinem Leben sein würde“, sagte Plemons jetzt. Er und Dunst sind seit Anfang 2017 verlobt. Sie haben einen gemeinsamen Sohn, den zweijährigen Ennis.

Dunst spielte in Filmen wie „Marie-Antoinette“ und „Spider-Man“, als Teenager wurde sie für ihre Rolle in dem populären Vampirfilm bereits für einen Golden Globe nominiert. Plemons ist bekannt durch seine Rolle des Todd in der Erfolgsserie „Breaking Bad“. Mit 18 bekam er seine erste Hauptrolle in der Serie „Friday Night Lights“.

Wolfgang Niedecken (69) macht sich Gedanken über den Umgang mit seinem 1980 verstorbenen Vater Josef – und zieht eine selbstkritische Bilanz. Er habe einst „sehr arrogant und selbstgerecht“ Rechenschaft von seinem Vater über dessen Verhalten im Nationalsozialismus gefordert und erst später erkannt, dass dieser aus Sorge um seine Familie zum Mitläufer geworden sei, sagte der 69-jährige Sänger der Kölschrock-Band BAP dem „Spiegel“ laut Vorabmeldung vom Freitag.

Der Kölner Musiker berichtete in dem Interview auch davon, wie er früher in einem katholischen Internat von einem Sadisten missbraucht wurde. „Ich weiß nicht, was ich diesem Kerl alles angetan hätte, wenn meine Kinder das hätten erleben müssen.“ Dennoch sei er „restkatholisch, sozusagen für alle Fälle“.

Niedecken ist seit 1994 zum zweiten Mal verheiratet und hat aus der ersten Ehe (1983–1992) mit seiner früheren Frau Carmen zwei Söhne, aus zweiter Ehe mit seiner Frau Tina zwei Töchter.