Der umstrittene Leipziger Intendant Sebastian Hartmann bat am Donnerstag zu seiner letzten Premiere auf der großen Bühne des Centraltheaters. Im März wird der Saal zu einer Agora umgebaut und mit einem Gewitter von Schnell-Inszenierungen bespielt, bevor dem österreichischen Mysterienspieler Hermann Nitsch der Schlussgong überlassen wird. Das von Hartmann verschreckte Leipziger Theaterbürgertum wird noch einmal ganz tapfer sein müssen, wenn Nitsch die Gedärme aus den Kadavern zottelt und für eine seiner Kreuzigungsorgien auf die Bretter des einstigen Operettenhauses klatscht. In der nächsten Spielzeit übernimmt dann Enrico Lübbe: einst als Alfons Zitterbacke ein DDR-Fernsehstar, heute ein viel beschäftigter Stadttheaterregisseur, mit vergleichsweise zahmem Ruf. Er ist sich vernünftigerweise nicht zu schade, mit Volkshochschulen und mit der Tourismus und Marketing GmbH zusammenzuarbeiten und die Einnahmen durch Vermietung der Spielstätten zu erhöhen. Auf dass Theaterfriede sei in Leipzig.

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