Die Schauspielerin Chantal de Freitas ist im Alter von 45 Jahren gestorben. Ihre Agentin Patricia Horwitz sagte am Mittwoch in Hamburg über die Todesumstände: „Ich weiß leider auch gar nichts.“ Die Sprecherin hatte am Dienstag nur bestätigt, dass de Freitas gestorben ist. Nähere Angaben zu ihrem Tod wurden nicht gemacht. Der Anwalt der Familie bat in einem Rundschreiben an die Medien, von Nachfragen abzusehen.

Bekannt geworden war de Freitas als Film- und Theaterschauspielerin. Sie hatte Rollen in verschiedenen Krimis übernommen und verkörperte in den 90er-Jahren in drei Offenbacher „Polizeiruf 110“-Ausgaben des Hessischen Rundfunks die Kommissarin Carol Reeding.

Vor drei Jahren hatte die in Kiel geborene und in New York aufgewachsene Deutsch-Panamaerin ihr Debütalbum als Sängerin mit dem Titel „Independence“ vorgestellt. Zum 25-jährigen Jubiläum der Kinder-Hörspielserie „Bibi Blocksberg“ sang sie den Song „Hexerei“. Bereits 1999 hatte sie in dem Kino-Kurzfilm „Viendo Llover“ eine Sängerin in einem Nachtclub verkörpert.

Nach ihrer Schauspielausbildung in Frankfurt und New York hatte Hannelore Hoger 1991 de Freitas für die Hauptrolle im Stück „Liebe Jelena Sergejewna“ an den Frankfurter Kammerspielen engagiert. Ihre erste Hauptrolle in einem Kinofilm war 1993 die der Karrierefrau Laura in der Komödie „Der Leihmann“ an der Seite ihres späteren Ehemanns Kai Wiesinger und Ulrike Folkerts. 1995 spielte Chantal de Freitas neben Katja Riemann in dem Film „Stadtgespräch“. 2008 wirkte sie an einer Folge des ZDF-Samstagkrimis „Stubbe – Von Fall zu Fall“ mit.

Chantal de Freitas hinterlässt zwei Kinder im Teenageralter. Von ihrem Mann Kai Wiesinger („Kleine Haie“, „Comedian Harmonists“) lebte sie seit 2012 getrennt. (dpa)