Charkiw wurde 1918 von Aufständischen zur Hauptstadt einer sozialistischen Ukraine erklärt, was es nach der blutigen Unterwerfung der Unabhängigkeit 1921 durch die Rote Armee blieb. Bis 1934 aber gelang hier ein Um- und Neubau einer Stadt, der in den Dreißigerjahren internationales Aufsehen erregte. Die Wettbewerbe für das Theater und den Sportpalast wurden weltweit publiziert, oft grandiose Fotoreportagen und Filme machten den gewaltigen Staudamm mit seinem riesigen Stromkraftwerk, die ausufernden Plätze und Gebäude, die für die neuen Staats- und Industrieverwaltungen errichtet wurden, zu Synonymen für die neue Sowjetmacht. Dass diese Stadt nicht längst auf der Welterbeliste steht, für die es die Ukraine bis zum russischen Überfall 2014 vorsah, ist ein Rätsel.

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