Washington - Der zur Zeit der legendären Watergate-Enthüllungen verantwortliche Chefredakteur der US-Zeitung „Washington Post“, Ben Bradlee, ist tot. Bradlee starb in seinem Haus in Washington am Dienstag mit 93 Jahren eines natürlichen Todes, wie die Zeitung berichtete. US-Präsident Barack Obama würdigte die Leistungen Bradlees für den Journalismus. Die Watergate-Reporter Carl Bernstein und Bob Woodward erklärten, Bradlee habe den „Mut einer ganzen Armee“ gehabt.

Bradlees Frau Sally Quinn, ebenfalls eine frühere Reporterin der „Washington Post“, hatte im vergangenen Monat erklärt, dass ihr Mann an Demenz leide. Bradlee leitete die Geschicke der renommierten Zeitung als Chefredakteur zwischen 1968 und 1991 und verantwortete daher auch die Berichte rund um den Watergate-Skandal, die den damaligen US-Präsidenten Richard Nixon 1974 zum Rücktritt zwangen. Bradlee habe in seiner Zeit die „Washington Post“ zu einer der weltweit führenden Zeitungen gemacht, würdigte das Blatt den Verstorbenen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.