Der Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner fährt mit dem Umbau der Redaktionsspitze fort. Am Mittwoch kündigte er an, die Stelle eines geschäftsführenden Redakteurs zu schaffen. Nachdem das Blattmachen weitgehend seinen Stellvertretern überlassen ist, soll der geschäftsführende Redakteur das „Projekt Eisberg“ leiten.

Dabei geht es um die Neuregelung der Zusammenarbeit zwischen gedrucktem Magazin und Spiegel Online sowie die Koordination der beiden Redaktionen. Weitere Aufgaben sind Personalentwicklung sowie Entwicklung und Verantwortung des Redaktionsetats. Dem Vernehmen nach soll Rüdiger Ditz den Posten übernehmen. Ditz ist Büchners Co-Chefredakteur bei Spiegel Online.

Erst vorige Woche löste in der Redaktion die Absetzung des langjährigen Vize-Chefs Martin Doerry Entsetzen aus. Doerry, der Büchner inhaltlich Paroli geboten hatte, war eine Institution beim Spiegel und der Einzige in der Chefredaktion, der Kompetenz bei Kulturthemen besitzt.