Wer sich die Science-Fiction-Filme der vergangenen fünf Jahre aufmerksam angeschehen hat, ahnt durchaus, wie unsere Welt in 20 oder vielleicht auch 50 Jahren beschaffen sein dürfte. Es gibt kaum ein präziseres und beliebteres ästhetisches Vorhersage-Instrument als dieses Filmgenre. Alles, was Menschen sich auszudenken wagen, wird in der Science Fiction umgesetzt – mehr oder weniger ohne Rücksicht auf moralische oder ethische Bedenken. Was durchaus auch tröstliche Seiten offenbart. In Terry Gilliams neuer Regiearbeit etwa sind die Straßen und Häuser mit elektronischen Werbebotschaften vollgetackert, von denen eine lautet: „Schlechte Nachrichten? Wir schneiden sie raus!“ Ist das nicht toll? Und warum gibt es das noch nicht?

Andere Fragen stellt unsere Gegenwart bereits, etwa diese: „Warum sind Sie noch nicht reich?“ Doch in „The Zero Theorem“ ist so etwas optisch aggressiver verpackt. Schließlich wird hier eine Zukunftswelt beschrieben, die dem Einzelnen keinerlei Rückzug mehr gestattet, auch wenn der noch eine Wohnung haben sollte.

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