Köln - Einer freute sich auf dem roten Teppich vor dem Coloneum ganz besonders: Schauspieler Ingolf Lück stand am Dienstagabend bei der Gala des 14. Deutschen Comedypreises in Ossendorf im Mittelpunkt. Denn dass er den Ehrenpreis verliehen bekommen sollte, hatte RTL bereits vorab bekannt gegeben.

Lück überzeuge seit fast 40 Jahren durch seine einzigartige Vielseitigkeit als Komiker, Schauspieler, Moderator, Regisseur und Synchronsprecher, begründete Ralf Günther, Geschäftsführer der Köln Comedy, die Entscheidung.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau und im klassischen schwarzen Anzug erschien der Preisträger am Coloneum. „Mich hat es total überrascht. Eigentlich dachte ich, ich sei noch zu jung dafür“, sagte der 56-Jährige und fügte etwas ernster hinzu: Den Preis sehe er nicht nur als Auszeichnung für ihn, sondern auch als Ehrung einer ganzen Generation, die Ende der 70er Jahre „Pionierarbeit“ in Sachen Comedy geleistet habe.

Den Witz übers Alter konnte sich auch Kollege Michael Mittermeier nicht verkneifen. „In der Altersstufe sind wir also angekommen?“ Der Bayer, der sich deutlich ergraut zeigte, hatte sich für einen rostroten Anzug von Stardesignerin Vivien Westwood entschieden. Dagegen fühlte sich Dieter Nuhr in Jeans und Lederjacke fast „underdressed“. Aber er konnte sich ja auch zurücklehnen.

Denn nach sechs Jahren hatte ihn Carolin Kebekus als Moderatorin der Preisverleihung abgelöst. „Das war auch an der Zeit“, sagte Nuhr. Ein bisschen Frauenpower tue immer gut, hatte Kebekus bereits im Vorfeld der Veranstaltung verkünden lassen.

Ein Herz für die etwa 50 Fans, die trotz schlechten Wetters vor dem Coloneum ausgeharrt hatten, zeigte vor allem Cindy aus Marzahn. Im knall-pink Spitzen-Glitzerkleid gab sie geduldig Autogramme und machte Fotos.

Die Aufzeichnung der Gala ist am Samstag um 22.15 Uhr bei RTL zu sehen.