Seine ersten eigenen Hefte hat er aus einem Kinderwagen heraus verkauft: Mit einem solchen zog Robert Crumb 1968 in San Francisco durch das Haight-Ashbury-Viertel und brachte sein „Zap Comix“-Magazin unter die Leute. Nicht nur hatte er sämtliche Geschichten darin selber gezeichnet. Weil sich kein Verleger für ihn interessierte, hatte Crumb die Hefte auch selber gedruckt und gefalzt; und nun übernahm er eben noch die Distribution.

Die Hippies und Gammler, die „Zap“ in die Hände bekamen, waren aber sofort begeistert davon. Sie freuten sich etwa an den knollennasigen Typen mit ihren sehr großen Füßen, die Crumb zu einem imaginären Blues-Riff durch amerikanische Städte und Landschaften stapfen ließ: „Keep On Truckin’“! Oder an dem wallend gewandeten Propheten Mr. Natural, der wie ein unter LSD-Einfluss empfangenes Gottesbild wirkte. Wieder und wieder druckte Crumb sein Magazindebüt nach, und für die folgenden Nummern fand er dann auch einen Verlag und einen ebenso innovativen wie zuverlässigen Vertriebsweg: über die „Headshops“, in denen die Hippies sich mit Gras und sonstigem Kifferbedarf eindeckten.

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