Rita Ora feierte kürzlich ihren 30. Geburtstag. Und weil die britische Popsängerin auf eine richtige Party nicht verzichten wollte, lud sie ihre Freunde zu einem geselligen, feucht-fröhlichen Beisammensein im Londoner Stadtteil Notting Hill ein. Nun gelten allerdings auch in Großbritannien strenge Corona-Regeln und so bekamen die Partygänger zu später Stunde dann auch noch Besuch von der Polizei. 

„Das war ein unentschuldbarer Trugschluss.“

Dem britischen Boulevardblatt „Sun“ zufolge sollen bis zu 30 Menschen in einem Lokal gefeiert haben, auf dem Video einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie Polizisten gegen die Scheiben klopfen. Scotland Yard wollte aber nur bestätigen, am Samstagabend zu einer Adresse im Londoner Stadtteil Notting Hill gerufen worden zu sein. Wie auch immer, die Feier war ein Verstoß gegen den in England geltenden Teil-Lockdown.

Inzwischen, so teilt es Ora zumindest in ihrer Instagram-Story mit, tut ihr die Sause furchtbar leid. „Ich hatte ein kleines Fest mit einigen Freunden“, schrieb die Sängerin, die mit Hits wie „Let You Love Me“ oder „Your Song“ bekannt wurde. Ora schrieb weiter, sie habe angenommen, die Feier sei „okay“, da das Land sich dem Ende des Teil-Lockdowns nähere. „Das war ein ernsthafter und unentschuldbarer Trugschluss.“

Aber nicht genug der Reue, Rita bekundete auch, sich sehr zu schämen, weil sie eigentlich aus erster Hand wisse, wie hart Menschen arbeiteten, um die Pandemie zu bekämpfen. Reue, Scham … Zur Krönung der öffentlichen Abbitte entbot Ora dann noch ihre Entschuldigung – auch wenn sie wisse, dass sie die Dinge nicht mehr gerade rücken könne. 

Im Frühjahr hatte Ora noch gesagt, sie versuche, das Haus so wenig wie möglich zu verlassen und rief junge Leute dazu auf, es genauso zu machen: „Übernehmt Verantwortung für euch und uns alle!“ Und: „Wir müssen uns klarmachen, wie dramatisch die Situation ist.“

Joseph Varon arbeitet am United Memorial Medical Center in Houston, Texas. Der Arzt erlangte mittlerweile einige Berühmtheit, weil ein Bild von ihm in den sozialen Netzwerken massenhaft verbreitet wurde: Es zeigt ihn auf der Corona-Intensivstation seines Krankenhauses, wie er einen älteren Patienten tröstend im Arm hält. Ein Fotograf der Agentur Getty Images hatte diese Szene vergangene Woche mit der Kamera festgehalten.

Foto: AFP/Go Nakamura/Getty Images
Der Arzt Joseph Varon umarmt und tröstet einen Patienten auf der Corona-Intensivstation des United Memorial Medical Center.

Varon sagte jetzt dem Fernsehsender CNN, er habe bereits 252 Tage in Folge gearbeitet, als er am US-Feiertag Thanksgiving den weißhaarigen Patienten sah. Der Mann versuchte, aus seinem Bett zu kommen. „Ich will bei meiner Frau sein“, habe der ältere Herr weinend gesagt. Darauf nahm ihn Varon in den Arm: „Ich habe mich sehr traurig gefühlt, so wie er.“ Der Patient habe schließlich zu weinen aufgehört und sich besser gefühlt.

So sehen die letzten Minuten eines Corona-Patienten aus

Vielen Patienten drücke die Isolation auf den Corona-Intensivstationen aufs Gemüt, sagte Varon weiter. „Sie sind in einem Zimmer, in das Leute nur in Raumanzügen kommen“, beschrieb der Arzt den unentwegten Ausnahmezustand. Zudem sei das Sterben, der Tod ein allgegenwärtiges Thema. „Einige Patienten versuchen zu fliehen. Letztens hat jemand versucht, sich aus dem Fenster davon zu machen.“

Übrigens: Ein Kollege Varons, der Intensivmediziner Kenneth Remy vom Medizinischen Zenrum der Washington University in St. Louis, Missouri, hat kürzlich in sehr drastischer Weise auf die tödlichen Folgen von Covid-19 hingewiesen. Der Arzt zeigte in einem Twitter-Video, wie die letzten Minuten eines Corona-Patienten aussehen – verbunden mit dem Appell, die Corona-Regeln zu beachten. Abstand, Hygiene, Atemmaske …