Die Hasenheide wurde durch die illegalen Raves berühmt. Die Polizei löst sie regelmäßig auf.
Die Hasenheide wurde durch die illegalen Raves berühmt. Die Polizei löst sie regelmäßig auf.
Foto: Morris Pudwell

Berlin - Es gab mal eine Zeit, da waren Parks in Städten ein Refugium für das überforderte, überreizte Bürgertum. Die Städte wurden dichter, die Häuser enger, der öffentliche Raum kleiner. Parks entstanden als Erholungsgebiet für den neuen Typus des ‚Bourgeois‘. Es war der neue Mensch des 19. Jahrhunderts, der vom Land in den urbanen Raum gezogen war, um dort dem Traum nach individuellem Glück hinterherzujagen. Menschen fingen an, wie gestapelt zu leben – übereinander, dicht gedrängt, eng beisammen. Hätte es keine Parks gegeben, wären sich vermutlich all die Pariser, all die Londoner, all die Berliner in der Gründerzeit an die Gurgel gesprungen (oder mindestens: auf die Füße getreten). Parks waren ein willkommenes Ventil für jene, die sich die Fahrt in die Außenbezirke und Wälder nicht leisten konnten und dennoch ein wenig durchatmen wollten.  

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