Cosmic Bullshit! Cosmic Bullshit! Cosmic Bullshit! Cosmic Bullshit!“ − dies der komplette Text meines Lieblingssongs der belgischen Punkband Cocaine Piss, atemlos gekreischt von deren konzeptuell atemloser Sängerin Aurelie Poppins. Das Stück stammt von ihrem vermutlich letzten Album „The Dancer“ von 2016, er lässt sich als Passepartout für alle möglichen Momente der menschlichen Geschichte und Existenz verwenden. Sitzt also auch heute sicher auf dem Gesicht des Zeitgeists und randaliert mit viel Noise und ungeschlachten Harmonien.

Das letzte Berliner Konzert von Cocaine Piss fiel einem notfallmäßig entfernten Blinddarm Poppins’ zum Opfer; die Amputation scheint aber ausweislich jüngerer Aufzeichnungen weder auf die Stimme noch die schlecht gelaunte Energie bremsenden Einfluss gehabt zu haben. Zu hören gibt es Cocaine Piss im Rahmen des CTM, dessen 20-jähriges Jubiläum am Sonnabend mit einer sexplosiven Show der brasilianischen Elektrotrommel-Tranny Linn da Quebrada vom Stapel lief und jetzt ab Mitte der Woche so richtig Fahrt aufnimmt. Mit Künstlern wie Actress, Gazelle Twin oder Yves Tumor stehen ein paar amtliche Stars bereit, ihre Leute mit unfreundlichen, gefährlichen und grusligen Sounds zu verstören. Aber wie immer lohnt auch der genauere Blick in die Verästelungen des Programms.

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