BerlinNicht nur Paul Celans hundertsten Geburtstag begingen wir in diesem Jahr. Auch der heute etwas in Vergessenheit geratene Immanuel Weißglas gehört zu den dichtenden jüdischen Köpfen aus Czernowitz, die 1920 zur Welt kamen.

Dabei hatte er noch vor Paul Celan das Bild der Gräber in den Lüften erfunden und die Wendung, dass der Tod ein Meister aus Deutschland sei – so nannte er den exemplarischen Aufseher der Konzentrationslager in seinem Gedicht „ER“. Mögen Philologen sich damit und auch mit anderen Inspirationen befassen, denn es gibt viele gegenseitige Berührungen bei den Dichterinnen und Dichtern, die vor dem Zweiten Weltkrieg die geistige Blüte des Städtchens Czernowitz in der Bukowina erlebten, bevor der Holocaust sie zerstörte. „Über Nacht kam Wanderzeit, / regnerisch, mit Wind und Wolke“.

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