Alle Dichterinnen und Dichter aus Czernowitz, an die wir hier erinnern, schrieben über das Unsagbare. Was laut Theodor W. Adorno unmöglich war: Gedichte zu schreiben nach Auschwitz – er nahm es später zurück. Viele der Gedichte und Geschichten sind traurig. Doch groß ist die Kraft, die uns entgegentritt in all diesen Worten und Leben. Das, was wir für unsagbar halten, ist ja oft das, was ein Gedicht in Bewegung bringt, es fordert, es ausmacht.

Wie sagte Nelly Sachs: „Es sammelt der Engel ein / Was ihr fortwarft.“ Dichterinnen und Dichter sammeln Scherben ein, unbeirrbar suchend nach dem bisschen Glanz, das uns Menschen treibt. Nelly Sachs wurde in Berlin geboren, 1891, nicht in Czernowitz, doch sie war vielen Czernowitzern eng verbunden, Helferin und Freundin. Sie schrieb Liebes- und Lebensgedichte und hielt in eindrücklichen Porträts die einzelnen Schicksale und Menschen fest, die im Holocaust ums Leben kamen.

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