Daniel Craig: „Mach es nicht kaputt, hinterlasse es besser, als du es aufgefunden hast.“
Foto: dpa/Britta Pedersen

Daniel Craig, 52, hat ein gesundes Selbstbewusstsein, und das auch vollkommen zu Recht. Schließlich verdanken wir dem britischen Schauspieler die brutalste James-Bond-Darbietung aller Zeiten; er trug damit maßgeblich zur Erneuerung des Geheimagenten ihrer Majestät bei, der in all dem Gentlemen-Gedöns über die Jahre komplett langweilig geworden war – man denke nur an die drögen Vorgänger Timothy Dalton oder Pierce Brosnan. Für einen noch nicht bekannten Nachfolger in dieser Rolle hat Craig nun einen wirklich motivierenden Tipp parat: „Vermassel es nicht!“ Das sagte er in der „Tonight Show“ von Jimmy Fallon und fügte noch hinzu: „Ich weiß nicht, was ich sonst empfehlen würde. Es ist eine wunderschöne, tolle Sache … Mach es nicht kaputt, hinterlasse es besser, als du es aufgefunden hast.“

Craig spielt im kommenden 007-Abenteuer „Keine Zeit zu sterben“ (Originaltitel: „No Time To Die“) zum fünften und letzten Mal James Bond. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Craigs letzter Einsatz sollte eigentlich am 12. November in den Kinos anlaufen. Am Freitag wurde der Filmstart aber auf den 2. April 2021 verschoben. „Liegt es daran, dass du noch ein paar Monate länger James Bond sein willst?“, scherzte Fallon in der Show. Craig antwortete, der Film sei wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden. „Diese Sache ist einfach größer als wir alle … Auf der ganzen Welt sind gerade Kinos geschlossen. Aber wir wollen den Film weltweit zur selben Zeit veröffentlichen. Und jetzt ist nicht die richtige Zeit.“

Moritz Bleibtreu, 49, bewegt sich als Schauspieler in gebührendem Abstand zu kernigen Männerrollen à la James Bond. Ganz in diesem Sinne vertraute er dem „Playboy“ – dem allzu kernigen Fachblatt für Männerangelegenheiten – einige private Befindlichkeiten an: Er würde gern einmal in den Körper einer Frau schlüpfen. Und mehr noch: „Wenn ich könnte, würde ich auch sofort schwanger werden. Das ist eine der wenigen Sachen, um die ich Frauen beneide. Ich würde wissen wollen, wie sich das anfühlt.“ Der Gebärneid, so lehrt uns die Psychoanalyse, lässt Männer allerlei zerstörerische Schöpfungen ins Werk setzen – Bücher, Burgen und Kriege. Wie auch immer, es spricht viel dafür, dass der männliche Geist schon immer von dem Gedanken gequält wurde, für das Leben, also den Schöpfungsakt schlechthin, abhängig zu sein von einer Frau.

Moritz Bleibtreu wäre gern eine Frau und dann auch gleich schwanger.
Foto: imago images

Schwamm drüber. Mit diesen Gedanken möchte sich Bleibtreu, in dessen neuem Film „Cortex“ (Kinostart 22. Oktober) es um Körpertausch/Bodyswitch geht, nicht weiter beschweren. Vielmehr hängt er anderen Ideen nach: „Ich glaube, dass es eine der größten Fantasien vieler Menschen ist, sich in die Haut von jemand anderem zu flüchten. Zu sagen, boah, wär das geil, wenn ich (der Rapper) Haftbefehl wäre – aber da sitzt eben so ein spießiger Typ aus Blankenese mit einem Polohemd in Hellblau.“ Mit dem Spießer meint Bleibtreu offenbar sich selbst und verrät damit immerhin etwas Selbstironie.

René Kollo, 82, verunglückt auf vielsagende Weise in einem Interview mit der „Bunten“ der Satz über sein Verhältnis zu den Frauen. Der frühere Startenor wollte wohl erklären, ein braver und treuer Mann zu sein, sagte dann aber das hier: „Ich war meinen weiblichen Fans dankbar für die Verehrung, wollte aber nicht alle beglücken.“ Nicht alle, sondern „nur“ weniger als alle? Kollo legt nach: „Meistens war ich nach den großen Opernpartien so fertig, dass ich schon zwangsweise ein treuer Ehemann war, weil mein Körper Ruhe brauchte – das ist ein höllischer Beruf.“ Also nur der Beruf hielt ihn ab? Die Hölle, der Teufel? Vielleicht wollte Kollo auch nur einen Kommentar zu den letzten Skandalen in seiner Zunft beitragen - etwa den Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegen Plácido Domingo.

Rene Kollo ist seinen „weiblichen Fans dankbar für die Verehrung, wollte aber nicht alle beglücken“.
Foto: BLZ/Norbert Koch Klaucke

Bleibt anzumerken, dass Kollos Ehe mit seiner Frau Beatrice wohl trotzdem an dem aufreibenden, zeitraubenden Tourneeleben scheiterte. Sie habe sich mit den Kindern alleingelassen gefühlt, so der Mann einsichtig. Dennoch habe er heute ein „wunderbares Verhältnis“ zu seiner Exfrau, die mittlerweile wieder neu verheiratet sei. Alles gut.