Maria Lazar-Strindberg 1933.
Foto: Getty Images/ullstein bild

Berlin - Berlin 1931: Um die Pleite seines Unternehmens abzuwenden, macht sich Ernst von Ufermann auf den Weg nach Frankfurt. Allerdings verpasst er sein Flugzeug, das stürzt ab und alle denken, er sei tot. Seine Gattin kassiert eine enorme Lebensversicherung, die Firma ist gerettet. Ufermann verschwindet nach Wien. Ein lebender Toter, der sich mit falschem Pass und gefärbten Haaren durchschlägt, bis er seine Frau und seine Villa zurückwill. Was für ein Plot. Man kann sich Maria Lazars Roman „Leben verboten!“ gut als Film oder Serie vorstellen.

Die Verfasserin dieses bemerkenswerten Buchs war eine moderne junge Frau. 1895 als Kind einer assimilierten jüdischen Familie in Wien geboren, brachte sie ihre Abneigung gegen biedere Bürgerlichkeit in ihrem Romandebüt „Die Vergiftung“ (1920) zu Papier. Sie war begabt, selbstbewusst und gut vernetzt, Robert Musil lobte ihr Talent, Oskar Kokoschka verewigte sie 1916 als „Dame mit Papagei“. Bald hatte sie sich als Journalistin, Übersetzerin und Schriftstellerin etabliert.

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