Ist ein Film nun gut, schlecht, mittel, interessant oder aber auf seine Weise intelligent gescheitert? Trotz objektiver Kriterien und möglichst genauer Beschreibungen bleibt im Hinblick auf die Bewertung von Kinofilmen immer ein geschmackliches Restrisiko. Selten ist guter Rat deshalb so billig wie im Fall von „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“: Schauen Sie sich den Trailer an! Denn wer nicht schon hier verschreckt wird, wer sich vielmehr gern visuell und auditiv überwältigen lässt und am besten auch noch Ben-Stiller-Fan ist, der wird sich auch im diesem hollywoodesken Film gut unterhalten wissen.

Zwanzig Jahre soll es gedauert haben, bis der vage auf James Thurbers Kurzgeschichte von 1939 beruhende und 1947 schon einmal mit Danny Kaye verfilmte Stoff jetzt in die Kinos kommt. Unzählige Regisseure und Darsteller waren zwischendurch im Gespräch. Tatsächlich ist die nun von und mit Ben Stiller realisierte Leinwandgeschichte über den Bildarchivar Walter Mitty, der im Keller des Verlags vom „Life“-Magazin ein unauffälliges Dasein führt, eine nicht eben subtile Mischung aus typischer Kleiner-Mann-kommt-ganz-groß-raus-Story, tollen Tourismuswerbebildern, hymnischer Ode und romantischer Komödie, die die Schönheit des Lebens an sich preist.

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