Ende Februar ist es wieder soweit: Mit goldenen und silbernen Bären werden die besten Filme auf der Berlinale geehrt. 
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BerlinMan kann es ja mal versuchen: Am 02.02. tippe ich auf den roten Bären auf dem Display meines Taschentelefons. Am 20.02. beginnen die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin und ich hoffe, genauere Programminformationen zu finden. Doch da steht: „Zur 70. Berlinale wird es keine App geben.“

Schade, es war praktisch, die Vorschau darin in einen persönlichen Programmplaner zu verwandeln und zu sehen, was als nächstes ansteht und welche Vorstellungen sich überschneiden. Man soll nicht immer jammern, wenn etwas vorbeigeht, sondern offen auf das Neue schauen.

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Die Webseite berlinale.de sei neu gestaltet und für die Benutzung auf auf allen Geräten optimiert, steht im Kleingedruckten. Im Moment kann mir aber auch die Homepage nicht über die Ungeduld hinweg helfen. „Am 11. Februar 2020 wird auf dieser Seite das komplette öffentliche Programm der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin veröffentlicht“, vertröstet diese.  

Berlinale: Tabellen anlegen und Tage planen 

Die Berlinale findet so spät im Jahr statt wie seit 1987 nicht mehr – da waren viele heutige Filmfreunde noch gar nicht auf der Welt, andere (wie ich) hinter einer Mauer versteckt. Die Filmauswahl der einzelnen Sektionen ist weitgehend bekannt, allein die Programmierung und die (Neu-)Verteilung auf die Spielstätten wird also erst in einer Woche verkündet.

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Dann gilt es, Tabellen anzulegen und die Tage zu planen, bis am 17. Februar der Kartenverkauf beginnt. Am kommenden Sonntag werden die Oscars verliehen, die versprechen Ablenkung. Am Potsdamer Platz stehen in Schaukästen bereits die streng grafischen Plakate, die statt der Bären nur noch ein dickes B zeigen und die Jubel-Zahl 70.

Im Merchandise-Shop kann man online schon die diesjährige Tasche ordern. Das richtige Berlinale-Gefühl entsteht sowieso erst mit dem Trailer auf der Leinwand. Hoffentlich hat der den vertrauten Klang.