Warschau - Polen verabschiedet sich vom Mythos um den polnischen Papst Johannes Paul II. Der Grund für die Entfremdung ist ein Skandal, der ganz Polen in Atem hält und mit einer Enthüllung um den ehemaligen päpstlichen Sekretär (1978 bis 2005) und Erzbischof von Krakau, Stanisław Dziwisz, zu tun hat. Alles begann Anfang November mit einer Reportage des Fernsehjournalisten Marcin Gutkowski, der offengelegt hat, dass Dziwisz pädophile Priester gedeckt hat. Zeitgleich wurde ein Bericht des Vatikans veröffentlicht, der zeigt, dass die katholische Kirche in der Ära von Johannes Paul II. das Pädophilie-Problem und, ganz explizit, die Missbrauchsvorfälle des amerikanischen Kardinals Theodore Edgar McCarrick wenn nicht vertuscht, dann zumindest ignoriert hat.

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