Wie werden aus ganz normalen Männern Massenmörder? Warum töten Familienväter Tag für Tag, jahrelang Frauen, Kinder und Babys? Wie konnten Einsatzgruppen und Soldaten im Zweiten Weltkrieg Massenexekutionen an den Juden in Osteuropa durchführen und danach zu ihren Familien als Väter und treusorgende Ehemänner zurückgehen? Warum verweigerten so wenige den Befehl? Diese Fragen stellt „Das radikal Böse“, der neue Film des Oscar-Gewinners Stefan Ruzowitzky (u.a. „Die Fälscher“). Er tut dies nicht nur rückblickend, sondern zeigt: Die Herabsetzung von Bevölkerungsgruppen und Rassismus können auch heute Völkermord vorbereiten. Schauspieler wie Alexander Fehling und David Striesow geben den Tätern eine Stimme. Ergänzt mit Aussagen von Experten wie Père Desbois, Christopher Browning oder Robert Jay Lifton und den Ergebnissen psychologischer Experimente führt der Film hin zur Blaupause des Genozid.

Herr Ruzowitzky, Ihr Spielfilm „Die Fälscher“ erzählt von KZ-Häftlingen, die von den Nazis gezwungen werden, im Lager britische Banknoten zu fälschen. Ihr neuer Film „Das radikal Böse“ ist ein dokumentarischer Essay über die Massenerschießungen von Juden im Zweiten Weltkrieg. Warum kehren Sie immer wieder zum Holocaust zurück?

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