Endlich ein Herr: Mario Adorf
Endlich ein Herr: Mario Adorf
Foto: Stefan Schmidbauer/Imago

Es gibt zwei Arten von Schauspielern. Die einen erkennt man kaum wieder, weil sie immer wieder jemand anderes sind. Zu denen zählte Adorf niemals. Er war immer Mario Adorf, ein untersetzter kräftiger Mann, der zupackte und zuschlug, der gerne selbst auf ein fahrendes Auto sprang, wo andere sich von einem Stuntman hätten vertreten lassen. „Es machte mir Spaß“, sagt er. Und noch in „Krokodil“ tut der 82-jährige Adorf so, als trage er Alwara Höfels 100 Schritte eine leichte Anhöhe hinauf. Im Film macht sich sein Freund über ihn lustig, aber ein wenig lächelt in diesem Augenblick auch der Zuschauer über den alten Adorf, der noch immer mit Körpereinsatz spielt. Ein sehr schöner, selbstironischer Moment. Es ist jetzt schon siebenundzwanzig Jahre her, dass Mario Adorf hinüberwechselte ins Fach der Patriarchen.

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