Nina Hoss spielt eine Lehrerin am Musikgymnasium. Wie in Jan-Ole Gersters Film „Lara“ gibt eine Frau die Ansprüche an sich nun an andere weiter. 
Nina Hoss spielt eine Lehrerin am Musikgymnasium. Wie in Jan-Ole Gersters Film „Lara“ gibt eine Frau die Ansprüche an sich nun an andere weiter. 
Foto: Peter Hartwig

Berlin - Ehrgeizige Frauen haben im Kino ein doppeltes Empathieproblem. Einerseits sind sie den meisten Zuschauern einfach unsympathisch, andererseits werden sie als Figur in der Interaktion mit anderen selbst meist als frostige Gefühlsanalphabetinnen gezeigt. Das sind dann diese Frauen, die am Ende aufgefordert werden, ihren „knochigen Hintern“ wegzubewegen. Dies ist zugegeben ein altes Beispiel – Sigourney Weaver in „Working Girl“ – aber doch ein ikonographisches. Das Kino, auch das jüngste, europäische, (zuletzt  „Little Joe“ mit einer skrupellosen Genetikerin) ist voll von solchen „knochigen“ Frauen, die, von ihren Ambitionen besessen, jenseits ihres Perfektionismus’ nichts wahrnehmen.

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