Berlin - Nichts hat die gesellschaftlichen Debatten zuletzt derart beherrscht wie Fragen kultureller Legitimation. Das klingt, wenn man es so beschreibt, nach dem Stoff für ein studentisches Proseminar. Tatsächlich aber geht es in den Beispielen aus den letzten Wochen immer auch darum, wie wir miteinander leben wollen und können. Und dieses Zusammenleben ist, vorsichtig ausgedrückt, unter Druck geraten.

Anders gesagt: Die Vorzeichen haben sich verkehrt. Anstelle eines liberalen Laissez-faire-Prinzips, das auf Toleranz aufgebaut war, ist seit geraumer Zeit das Bedürfnis nach Kontrolle sowie der Entscheidungsgewalt über Erlaubnis und Verbot getreten. Immer stärker wird der öffentliche Diskurs davon bestimmt, was einer darf und was nicht.

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